Kleine
Warenkunde
Naturreine,
naturbelassene
Ätherische Ölewerden
direkt aus Pflanzen, mittels Wasserdampfdestillation, bei Extraktion
mit unterschiedlichen Lösungsmitteln oder Kaltpressung (vor allem- bei
Zitrusölen) gewonnen. Bis auf die Zitrusöle, die nur max. zwei Jahre
haltbar sind, können die meisten ätherischen Öle jahrelang aufbewahrt
werden. Ein gutes Rosen- oder Sandelholzöl kann wie ein sehr guter Wein
im Laufe der Zeit immer reifer und besser werden.
Auf
dem
Markt
werden u. a. "ätherische Öle" angeboten, die zwar zu 100 % aus der
Namen gebenden Pflanze gewonnen werden. D. h. ein Lavendelöl kann mit
einem billigeren, natürlichen oder naturreinen Öl vermischt werden und
wird dann
als natürliches Öl bezeichnet. Für aromatherapeutische Zwecke sind
solche ätherischen Öle nicht geeignet.
Naturidentische
Öle (Duftöle)Viele
Parfüms oder Öle, die man früher z.B. aus Nelken, Gardenien und Flieder
gewann, werden heute fast ausschgließlich synthetisch hergestellt. In
der pharmazeutischen Industrie nennt man diese chemisch
zusammengestellten Produkte "naturidentisch". Parfüm- und
Geschmacksstoffindustrie benötigen für ihre Erzeugnisse gleichbleibende
Qualität - eine Forderung, die natürlich vorkommende Substanzen
aufgrund jahreszeitlicher Bedingungen nicht erfüllen können.Die
sogenannten naturidentischen Produkte und die natürlich vorkommenden
ätherischen Öle sind jedoch von völlig unterschiedlichem Charakter. Das
lässt sich auch an den Preisen erkennen. Die synthetischen Typen sind
wesentlich billiger herzustellen als die echten.
Viele
aromatische Öle wie Lavendel oder Geranie enthalten eine relativ kleine
Zahl von Hauptbestandteilen, mehrere Nebenbestandteile und eine große
Zahl Spurenelemente. Eine so komplexe Kombination aus all diesen
Bestandteilen einschließlich der Spurenelemente nachzubauen ist
praktisch unmöglich. Die meisten naturidentischen Öle sind angeblich zu
ungefähr 96% "rein" besser exakt. Doch es sind die restlichen 4%, unter
die auch die Spurenelemente fallen, die häufig den eigentlichen Duft
ausmachen. Bei Galbanum ist dies der Fall, dessen Pyrazine mit einem
Anteil von weniger als 0,1% für den kräftigen frischen Duft des
ätherischen Öls sorgen.
Auch der therapeutische Wert
eines
echten ätherischen Öls beruht auf der besonderen Kombination seiner
Bestandteile, einschließlich der Spurenelemente. In der Rose kommen
z.B. einschl. der Spurenelemente ca. 300 verschiedene Bestandteile vor,
von denen einige noch nicht einmal identifiziert sind; deshalb ist
synthetisches Rosenöl auch so wenig überzeugend.
Naturidentische
Öle können niemals als Ersatz dienen für die natürlich vorkommenden
Ätherischen Öle in ihrer subtilen Zusammensetzung und dem ausgewogenen
Gleichgewicht, mit ihrer vitalen Lebenskraft.
Künstliche
Öle
(Parfümöle)Sie
besitzen kein natürliches Gegenstück (z.B. Magnolie, Flieder, Mango,
Kokos etc.) und werden gezielt auf bestimmte Geruchseigenschaften
"designed". Gesundheitlich sind viele nicht unumstritten, vor allem da
sie sich im Fettgewebe des Organismus anreichern und hormonähnliche
Wirkungen besitzen können.
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